Posted by FP On Februar - 11 - 2014 0 Comment

Jeder Fußballfan kennt es, wenn die in Führung liegende Mannschaft sich übermäßig viel Zeit lässt, um somit nicht in Gefahr zu geraten, ein entscheidendes Gegentor zu kassieren. Diese Verhaltensweise, die gemeinhin unter Zeitspiel zusammengefasst wird, kann jedoch in gänzlich unterschiedlicher Form praktiziert werden und ist dabei auch nicht immer verwerflich oder gar strafbar. Spielt sich die Mannschaft beispielsweise den Ball hauptsächlich sicher zwischen den Verteidigern zu, mag das zwar durchaus unattraktiv sein, gilt jedoch als legitimes Mittel. Ebenso sind Auswechslungen zum Ende des Spiels ein beliebtes Mittel, um Zeit von der Uhr zu nehmen – auch wenn der Schiedsrichter grundsätzlich angehalten ist, diese verlorene Zeit nachspielen zu lassen; was jedoch meist nur unzureichend geschieht.

Anders, nämlich strafbar, sieht es allerdings aus, wenn sich der ausgewechselte Spieler enorm viel Zeit lässt, um das Spielfeld zu verlassen oder Spieler Standardsituationen – sehr beliebt dabei der Abstoß – erst mit großer Verzögerung ausführen. In diesem Fall darf der Schiedsrichter nach eigenem Ermessen entscheiden, ob die jeweilige Ausführung zu lange andauert und somit für Spielverzögerung eine Gelbe Karte gezeigt werden muss.